YVONNE WAHL . MARTIN EUGEN RAABENSTEIN

YVONNE WAH
MARTIN EUGEN RAABENSTEIN

OPENING: JUNE 16 / 7 PM

JUNE 17 & 18 / 1 – 6 PM

JUNE 19 – 22 / BY APPOINTMENT
INFO@IIR-BERLIN.COM

alles was wir tun, jemals getan haben, alles was andere tun, mit oder gegen uns, 
hat auswirkungen auf unsere gegenwart. dabei sind sowohl unsere geglückt vollendeten aktionen 
von bedeutung als auch die anstrengungen, die keinen abschluss fanden, deren eingebrachte energie 
vermeintlich ins leere lief. nicht nur die an unserem leben beteiligten menschen sind von signifikantem interesse, 
sondern ebenso die von uns be- und erlebten orte, benutzte gegenstände und formulierte 
oder unterdrückte worte und gedanken. 
 
zusammengefasst bildet dieses gewirr von erinnerungen unser wesen, formt die basis unserer erkenntnis 
und vor allem die beurteilung der uns umgebenden welt in der jetztzeit. begegnungen, gespräche, häuserfluchten, 
waldlichtungen, fahrzeuge und spielzeuge verdichten sich in uns mit den dazugehörigen memorierten ereignissen. 
 
sosehr es angeraten scheint dieser selbsterzählung nicht grundsätzlich zu misstrauen sind die darin enthaltenen lücken 
der interessanteste bestandteil dieses amalgams. fehlerhafte erinnerungen, fremdbeschreibungen oder einfach 
eine mit frecher dichtung überspitzte tatsachenüberhöhung überschreiten mitunter die nicht klar zu definierende grenze 
zwischen zu bunt gemalter realität und schierer fiktion. 
 
in ihren arbeiten beleuchten yvonne wahl und martin eugen raabenstein auf ihre durchaus parallelen ziehende 
und dann wieder zu anderen findungen gelangende weise genau diese lücken; zwischenwelten aufzuzeigen 
und gleichzeitig zu hinterfragen. alles fliesst, löst sich auf und festigt sich gleichzeitig – ein pas de deux anderer art.
 
 
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everything we do, everything we have ever done, everything others do, with or against us, 
has an impact on our present age. in this context, both our successfully completed actions
and the efforts that did not lead to an end, whose contributed energy supposedly came to nothing, are of significance. not only the people involved in our lives are of significant interest,
but also the places we enliven and experience, the objects we use 
and the words and thoughts we formulate or suppress.
 
summarized, this tangle of memories forms our being, shapes the basis of our knowledge
 and, above all, our judgement of the world around us in the present time. encounters, conversations, escapes from houses, forest clearings, vehicles and toys are condensed in us with the associated memorized events.
 
as well as it seems advisable not to fundamentally distrust this self-narrative, the gaps it contains are the most interesting part of this amalgam. faulty memories, descriptions by others or simply an exaggeration of facts inflated with cheeky poetry sometimes cross the not clearly definable border between too colourfully painted reality and sheer fiction.
 
in their works, yvonne wahl and martin eugen raabenstein illuminate precisely these gaps in a way that draws parallels 
and then again arrives at different conclusions; to show intermediate worlds and to question them at the same time. 
everything flows, dissolves and consolidates at the same time, a pas de deux of a different kind.

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